So, meine Lieben, ich erwecke diesen Blog wieder aus seinem Untergang. Zu viel ist in den vergangen Wochen passiert, als das es sich lohnt, das hier niederzuschreiben.
Die Hauptsache ist mir geht es gut und ich bin gesund und munter.
Mittlerweile habe ich meine 1 year Marke geknackt und bin sehr froh, gerade nicht in Deutschland zu sein. Das schreit doch glatt nach einem Resumee.
Am 1/23/12 bin ich also ganz ohne allzu großen Erwartungen über den großen Teich. Ich wusste und war mir sicher, dass ich mit meiner host family einen sehr guten Fang gemacht habe. Und nein, das war nicht dieses " Ich will da unbedingt hin Gefühl". Es war ein Mix aus Fakten, die sie mir gesagt haben ( Arbeitszeiten, Auto, Rolle des au pairs, Ort, Zimmer, Kinder... ) und einfach eine gewisse Symphatie die da sein muss. Ich habe sehr gezielte Fragen gestellt und auch viel Kontakt mit dem alten au pair gehabt.
Die ersten Monate waren hart. Gerade im Nachhinein. Die Kinder haben das alte au pair vermisst, ich habe zu oft ein " I hate you" gehört, und das beliebte Schrei- und Tretkonzert war auch öfters dabei. Ich habe in meinem ersten Monat direkt meine # 1 kennengelernt und bin mir sicher, dass ich ohne sie schon längst wieder in Deutschland wäre.
Au pair sein ist nicht einfach nur Spass. In Deutschland bekommt man den Spass nur mit. Aber nicht das Drumherum. Wie oft man sich fragt, wieso man das macht und das muss nicht einmal was mit der host family zu tun haben.(!). Es ist einfach ein völlig anderes Leben ,in das man von heute auf morgen reingeschmissen wird. Gerade in New York, wo es nur von au pairs wimmelt, ist es doch sehr schwer Amerikaner kennen zu lernen. Nette Amerikaner. Ja klar, man geht in einen Club und hat da genug Auswahl. Aber das meine ich nicht mit Amerikanern.
Ich habe im letzten Jahr mehr Abenteuer gehabt und mehr gesehen, als ich mir davor nur erträumt habe. Ich war mit meiner host family in California und Washington State. Ich war mit Alina in Chicago, Philadelphia, und natürlich unser legendärer road trip nicht zu vergessen, der wohl für immer in die Geschichtsbücher eingehen wird.
Man hat au pairs kommen und gehen sehen. Man hat sich gefragt, wie es das Mädel überhaupt hierhin geschafft hat. Man hat Freunde fürs Leben kennen gelernt, denen man wieder good bye sagen musste.
Man hat sein Englisch verbessert, aber leider noch längst nicht so gut wie man es gerne hätte.
1 Jahr lang habe ich in einer wunderbaren Seifenblase gelebt und habe mich monatelang gefragt, ob ich extenden möchte. Ja möchte ich.
Mein 1. Jahr war ein Traum. So wie es sich jeder nur wünschen kann. Auch wenn man viele up und downs hatte, von denen die Außenwelt doch recht wenig mitbekommt, es ist es doch wert.
Das 2. Jahr was nun seit knapp einem Monat läuft ist aber dennoch recht anders. Man hat höhere Erwartungen an alles. Das habe ich zumindestens. Ich möchte nicht nur " the au pair sein" . Ich kann das Wort au pair nicht mehr hören. au pair hier , au pair da. Es geht gar nicht mehr.
Ich sehe mittlerweile vieles anders hier, ob es die host family oder die Freunde betrifft. Die Seifenblasenwelt ist weg und reality is there.
Ich muss wieder mal eine Entscheidung treffen, ob ich hier bleiben möchte zum Studieren. Es gibt einfach sooo viele Sachen, die man beachten muss, und am Ende weiß man trotzdem nicht, ob alles so klappen wird.
Also wenn jemand n paar tausend Dollar zu viel hat und mich sponsorn möchte, dann bitte melden.
Sonst hat das Party Leben wieder Einzug gehalten und wir geniessen New York wo wir können.
Ich hoffe, dass mein 2. Teil meines Abenteuers genauso wunderbar und mit vielen tollen und aufregenden Ereignissen bestückt wird, wie mein erstes Jahr! Cheers!
Bist du dir sicher, das du genauso aufregende Dinge erleben willst? ;)))))
AntwortenLöschenLG
Rebecca
Ich finds gut, dass du schreibst, dass nicht immer alles perfekt ist und man als Au Pair nicht nur Spaß hat (obwohl ich mir das so sehr wünsche, aah!).
AntwortenLöschenFrüher dachte ich auch immer so: Au Pair Jahr = hach, Spaß, Freude tralala.. und jetzt ein paar Monate davor mache ich mir doch schon Gedanken, ob es wirklich so toll ist und wird. :D
Danke für die realistische äh.. Sichtweise! :D
wie hast du dein studium dort finanziert? ich fliege auch im juli als aupair und würde gerne dort studieren
AntwortenLöschen