Fraglich, ob das hier überhaupt noch jemand liest, aber eigentlich auch relativ egal.
Mittlerweile ist auch mein zweites Semester und damit mein letztes Semester als sweet, little Freshman fast vorbei. Noch ein bisschen classes und dann noch die finals.
In den letzten Monaten ist eine Menge passiert. Ich bin seit diesem Semester im Honors Program und ich liebe es. Endlich Leute, die nicht im Unterricht einschlafen, und die mal eine halbwegs vernünftige Allgemeinbildung haben. Ich hatte zwischendurch wieder ein down, und habe mir mal ein anderes College in der Gegend hier angeguckt, was mir echt super gefallen hat, und was auch auf jeden Fall in Deutschland akzeptiert wird.
Eigentlich hatte ich ja vor, nur 1 Jahr zu Monroe zu gehen... Ich habe sogar vor ein paar Wochen mein one-way flight back to Germany gebucht... Aber irgendwie hält mich doch irgendwas hier. Ich kann auch nicht so genau sagen, was das ist. Ich hatte in den letzten Wochen eine unfassbar harte Zeit, aber auch eine richtig, richtig tolle am College. Ich war mit meinem Composition & Literature class im Broadway musical "Chicago", habe herausgefunden, dass ich mit den Profs teilweise mehr zu reden habe, als mit den other students. Dann hatten wir noch President's & Dean's dinner, wo alle eingeladen werden, die einen speziell hohen GPA, also Durchschnitt hatten. Meiner war 4.0 also das beste was man überhaupt erreichen kann, und damit war auch ich mit von der Partie. Und es war grandios! Wie im Film waren wir in so nem country club und alles war super super cool!
Dann gibt es noch die sogenannte Honors Conference, wo einmal im Semester alle Honors classes was presentieren. Ich wollte mich schlau darum drücken, habe aber dann von meinem Prof eine email bekommen, ob ich nicht auch presentieren möchte, da meine in-class presentation richtig gut war.. Puhhh. Naja, ich hab mal ja gesagt... Ich war in der Woche sau aufgeregt, weil es echt nochmal was anderes ist auf englisch das ganze zu präsentieren. An dem Tag selber wurde noch 2mal geübt, mir wurde versichert, dass meine presentation gut ist, und am abend ging es dann schon los. Da keiner von den 3 anderen als erstes wollte, war es dann mein turn. Und außer 2 verhaspler war es auch glaub ich ganz gut! Ich habe mich auf jeden fall danach richtig, richtig gut gefühlt und habe es seeehr genossen! Meinem prof bin ich dankbar, dass sie mich gefragt hat, weil ich jetzt bestimmt nicht ganz so nervös mehr sein werde vor presentations.
Ja, das hat glaub ich alles hier so gechanged. Ich will nicht wirklich, dass meine Zeit an Monroe vorbei geht. Auch wenn es mir in Deutschland wohl nicht anerkannt wird, wobei man da glaub ich noch sagen muss, dass es bestimmt auf die Firma ankommt, irgendwas hält mich hier. Ich will nicht mit 500 anderen Leuten im deutschen Hörsaal sitzen und Formeln auswendig lernen. Auch wenn das Niveau hier echt nicht hoch ist, und ich es vermisse mit Leuten zu reden, die gute opinions haben und mit denen man diskutieren kann... ich finde das Konzept hier um einiges besser. Alles viel persönlicher. Und überall zur top der class zu gehören, obwohl das wohl wirklich keine Meisterleistung ist, ist auch nicht sooo schlecht.
Easy peasy, so wie im ersten Semester ist es aber auch nicht mehr. Habe 6 Finals und die werden meine Noten schon ordentlich nach unten hauen, weil ich 1. multiple choice hasse und 2. weil es so viel ist.
Naja, wird schon..
Ich werde nächste Woche mal mit meinen profs reden und gucken was die mir zum Level des Colleges sagen...
Bleibe ich hier und fliege anfang Juni nicht nach Hause, heißt das wohl, dass ich die nächsten 3 Jahre im schlimmsten Fall ( wovon ich aber nicht ausgehe) nicht nach hause komme. Es heißt auch, ein 20 000 dollar kredit aufzunehmen. Und es heißt auch, jeden einzelnen cent zu sparen, den ich habe..
Im Moment ist alles einfach nur Chaos.... Ich weiß selber nicht 100% was ich will und habe mal wieder Angst, die falsche Entscheidung zu treffen..
Ich lese noch und checke auch regelmäßig nach updates! :)
AntwortenLöschenIch kann nachvollziehen, in welcher Zwickmühle du steckst - ich war selbst 2,5 Jahre drüben und wünschte, ich hätte länger gekonnt! Das Zurückkommen ist doch recht hart..
Ich drücke dir die Daumen, dass du eine Entscheidung treffen wirst, mit der du glücklich werden wirst :)